Chemie
Die chemischen Grundlagen der Pharmazie: von Atom, Bindung und Gleichgewicht über die Stoffchemie der Elemente bis zu Struktur und Reaktivität organischer Verbindungen.
Jeder Arzneistoff ist zunächst ein Stoff mit einer bestimmten Struktur, Ladung und Reaktivität. Ob er im sauren Magen protoniert vorliegt, ob eine Lösung haltbar bleibt oder ob ein Nachweis gelingt, lässt sich mit chemischen Werkzeugen vorhersagen und berechnen. Chemie ist damit die Sprache, in der Arzneiformen, Analytik und Pharmakologie später argumentieren.
Den Anfang bilden die allgemeinen Modelle: Atombau und Bindung, Energie und Gleichgewicht, Reaktionsgeschwindigkeit. Sie gelten für jeden Stoff und liefern Begriffe wie Oxidationszahl, pKs-Wert oder Standardpotenzial, dazu die Rechnungen zu Konzentration, pH-Wert, Puffern und Löslichkeit. Die anorganische Chemie wendet diese Werkzeuge auf die Elemente an. Wer die Stellung eines Elements im Periodensystem versteht, kann bevorzugte Oxidationsstufen, Säure-Base-Verhalten und Komplexbildung ableiten, statt jede Verbindung einzeln zu lernen. Die organische Chemie richtet den Blick auf Kohlenstoffverbindungen: Sie benennt sie eindeutig, beschreibt sie räumlich und ordnet ihre Reaktionen nach Mechanismen und funktionellen Gruppen.
Die drei Gebiete greifen ineinander. Hybridisierung und Mesomerie aus den Grundlagen erklären organische Reaktivität, anorganische Hydride und Oxidationsmittel tauchen als Reagenzien in Synthesen wieder auf. Wer aus einer Strukturformel Protonierungszustand, Stabilität und mögliche Nachweisreaktionen ableitet, nutzt alle drei zugleich. Genau darauf bauen pharmazeutische Analytik, Technologie und Pharmakologie auf.
Die Modelle und Rechenwege, mit denen sich Aufbau, Bindung, Energetik …
Die Stoffchemie der Haupt- und Nebengruppenelemente, abgeleitet aus ihrer Stellung …
Struktur und Reaktivität von Kohlenstoffverbindungen: wie man sie eindeutig benennt …