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Analytik

Wie man Arznei- und Hilfsstoffe auf Identität, Reinheit und Gehalt prüft: vom Rechnen mit Stoffmengen und Gleichgewichten über nasschemische Verfahren bis zu Spektroskopie, Chromatographie und thermischer Analyse.

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Jede Arzneibuchmonographie stellt an eine Substanz drei Fragen: Ist es der richtige Stoff, wie rein ist er, und wie viel davon ist enthalten? Die Analytik liefert die Methoden für diese Antworten und das Werkzeug, um sie zu beurteilen. Wer etwa den Gehalt von Ascorbinsäure aus einer iodometrischen Titration nachrechnen will, muss die Redoxreaktion aufstellen, das Äquivalent aus der Strukturformel ableiten und einschätzen können, wie belastbar der gefundene Wert ist.

Deshalb beginnt das Fach mit dem Fundament, das alle Methoden tragen: Größen und Stöchiometrie, Gleichgewichte und Löslichkeit, Probenvorbereitung und statistische Bewertung. Darauf folgen die klassischen Verfahren, die mit Reaktionen in Lösung arbeiten und den Analyten über Farbe, Niederschlag, Masse oder verbrauchtes Volumen erfassen. Die instrumentellen Verfahren messen dann physikalische Größen: elektrische Signale, die Wechselwirkung mit Strahlung, die Verteilung zwischen zwei Phasen oder das Verhalten im Temperaturprogramm. Die Kapitel greifen dabei ineinander. Elektroden zeigen den Endpunkt von Titrationen an, Spektrometer dienen als Detektoren der Chromatographie, und das Löslichkeitsprodukt erklärt Nachweisreaktionen ebenso wie Fällungen und Fällungstitrationen.

Inhaltlich stützt sich die Analytik auf die allgemeine und anorganische Chemie (Säure-Base-, Redox- und Komplexgleichgewichte), auf die organische Chemie (funktionelle Gruppen als Angriffspunkte) und auf die Physik (Strahlung, Elektrochemie). Umgekehrt liefert sie der pharmazeutischen Technologie und der Qualitätskontrolle die Befunde, etwa zu Wassergehalt, Polymorphie oder verwandten Substanzen.

Grundlagen und allgemeine Arbeitsweisen der pharmazeutischen Analytikfrei

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