Raman-Spektroskopie
Wie inelastisch gestreutes Laserlicht Molekülschwingungen sichtbar macht und wie man damit Arznei- und Hilfsstoffe identifiziert und prüft.
Raman-Spektroskopie gehört wie die MIR- und NIR-Spektroskopie zu den Schwingungsspektroskopien: Am Ende steht ein Spektrum, das die Schwingungen eines Moleküls abbildet und sich wie ein Fingerabdruck zur Identifizierung nutzen lässt. Der Weg dorthin ist aber ein anderer. Statt zu messen, welches Licht eine Probe absorbiert, bestrahlt man sie mit monochromatischem Laserlicht und untersucht den winzigen Anteil des gestreuten Lichts, der seine Energie verändert hat.
Daraus ergibt sich der Leitgedanke dieses Unterthemas: Raman und IR ergänzen sich. Schwingungen, die im IR-Spektrum kaum auffallen, etwa die symmetrische Streckschwingung von \(\ce{C=C}\)-Bindungen, treten im Raman-Spektrum oft deutlich hervor, und umgekehrt. Wasser stört kaum, und durch Glas oder Kunststoff hindurch lässt sich ebenfalls messen.
Die Lerneinheiten bauen in dieser Logik aufeinander auf. Zuerst geht es um den Raman-Effekt selbst und darum, wie aus der Streuung ein Spektrum entsteht. Danach folgt die Messtechnik mit der Frage, warum das Signal so schwach ist und weshalb Fluoreszenz zum Problem werden kann. Zum Schluss steht die Anwendung in der Prüfung von Arznei- und Hilfsstoffen, die direkt an die Identitätsprüfung mittels IR-Spektroskopie anschließt.
Messmethodik
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