Grundlagen der Atomabsorptionsspektroskopie (AAS)
Wie freie Atome im Grundzustand elementspezifisches Licht absorbieren und wie man daraus Metallgehalte in Arzneistoffen und Hilfsstoffen bestimmt.
Die Atomabsorptionsspektroskopie gehört zu den atomspektroskopischen Verfahren und unterscheidet sich von der Molekülspektroskopie im UV/Vis-Bereich dadurch, dass nicht Moleküle, sondern freie Atome Licht aufnehmen. Ihr Gegenstück ist die Atomemission (OES/AES): Dort leuchten angeregte Atome selbst, während in der AAS Atome im Grundzustand Strahlung genau der Wellenlänge schlucken, die zu ihrem Element passt. Natriumatome etwa absorbieren das gelbe Licht, das eine Natriumlampe aussendet, und lassen fast alles andere passieren.
Aus dieser Grundidee ergibt sich der Aufbau der Unterseiten. Zuerst geht es um das physikalische Prinzip, also warum Atome nur ganz bestimmte Linien absorbieren. Darauf baut der Geräteteil auf: Man braucht eine Lichtquelle, die genau diese Linien liefert, und einen Weg, die Probe in freie Atome zu überführen, wofür es mehrere Atomisierungstechniken mit unterschiedlicher Empfindlichkeit gibt. Erst dann lässt sich messen und auswerten, wie aus der Absorption ein Gehalt wird.
In der Pharmazie dient die AAS als elementspezifische Spurenanalytik für Metalle, etwa für Gehaltsbestimmungen oder für die Prüfung auf Verunreinigungen im Arzneibuch. Wer das Lambert-Beer-Gesetz aus der UV/Vis-Spektroskopie kennt, findet bei der Quantifizierung vieles wieder.
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