Elektroanalytik

Konduktometrie

Konduktometrie nutzt die elektrische Leitfähigkeit einer Lösung als Messgröße, sowohl für direkte Gehalts- und Reinheitsprüfungen als auch zur Endpunktanzeige bei Titrationen.

✓ gelesen

Unter den elektroanalytischen Verfahren nimmt die Konduktometrie eine Sonderstellung ein. Während die Potentiometrie eine Spannung im stromlosen Zustand misst und die Voltammetrie gezielt Stoffe an der Elektrode oxidiert oder reduziert, findet hier an den Elektroden kein analytisch genutzter Stoffumsatz statt. Gemessen wird, wie gut die Lösung insgesamt den Strom leitet.

Diese Leitfähigkeit ist ein Summeneffekt: Jedes Ion trägt bei, abhängig davon, wie viele davon vorhanden sind und wie schnell sie im elektrischen Feld wandern. Ein Proton bewegt sich in Wasser deutlich flinker als ein Natrium-Ion, und genau solche Unterschiede machen das Verfahren empfindlich, aber auch unspezifisch. Der Weg führt deshalb zuerst zur Messgröße selbst und zum Aufbau der Messzelle, dann zu absoluten Messungen, bei denen die Leitfähigkeit direkt etwas über die Probe aussagt, etwa über die Reinheit von Wasser für pharmazeutische Zwecke. Darauf baut die Indizierung von Titrationen auf, bei der nicht der Absolutwert zählt, sondern wie sich die Leitfähigkeit im Verlauf der Reaktion ändert.

Wer die Grundlagen verstanden hat, erkennt das Prinzip auch außerhalb der Titration wieder, zum Beispiel beim Leitfähigkeitsdetektor in der Ionenchromatographie.

Leitfähigkeitsmessung: Messgröße, Messzelle und Direktanwendungen

Was die Konduktometrie misst, warum man dafür Wechselspannung und eine …

Leitfähigkeitsmessung: Messgröße, Messzelle und Direktanwendungen
Konduktometrische Indizierung von Titrationen

Wie man den Äquivalenzpunkt einer Titration aus dem Verlauf der …

Konduktometrische Indizierung von Titrationen
Zurück nach oben