Titration ionischer Tenside
Wie sich anionische und kationische Tenside über Ionenpaarbildung im Zweiphasensystem maßanalytisch bestimmen lassen, vom Prinzip bis zur Gehaltsbestimmung.
Neben Säure-Base-, Redox-, Fällungs- und komplexometrischer Titration gibt es eine Sonderform der Maßanalyse, die auf einem ganz eigenen Prinzip beruht. Ionische Tenside tragen eine geladene Kopfgruppe an einem langen unpolaren Rest. Treffen ein Anion wie Dodecylsulfat und ein Kation wie Benzalkonium aufeinander, lagern sie sich zu einem nach außen ungeladenen Ionenpaar zusammen. Dieses Ionenpaar ist in Wasser kaum noch löslich, in einem organischen Lösungsmittel dagegen gut.
Genau dieses Verhalten nutzt das Verfahren: Titriert wird in einem Zweiphasensystem aus Wasser und organischer Phase, und der Übertritt der Ionenpaare zwischen den Phasen macht den Reaktionsfortschritt sichtbar. Zuerst geht es deshalb um das Prinzip und darum, wie sich der Endpunkt in einem solchen System überhaupt erkennen lässt. Darauf baut die Gehaltsbestimmung auf, bei der ein Tensid jeweils mit einem entgegengesetzt geladenen Tensid als Maßlösung erfasst wird.
Pharmazeutisch betrifft das Emulgatoren in Salben und Cremes ebenso wie quartäre Ammoniumverbindungen, die als Konservierungsmittel in Augentropfen oder als Desinfektionsmittel dienen. Wer die Extraktion von Ionenpaaren und die Grundlagen der Maßanalyse verstanden hat, findet hier vieles wieder.
Grundlagen
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Zweiphasentitration ionischer Tenside über IonenpaarePharmazeutische Anwendungen
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Gehaltsbestimmung anionischer und kationischer Tenside