Gravimetrie

Pharmazeutisch relevante gravimetrische Bestimmungen

Wie die Grundlagen der Gravimetrie auf konkrete pharmazeutische Bestimmungen angewendet werden, von Chelatfällungen mit organischen Reagenzien bis zur Sulfatasche als Reinheitsprüfung.

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Die Gravimetrie beruht auf einer einfachen Idee. Der Analyt wird als schwerlösliche Verbindung genau bekannter Zusammensetzung gefällt, abgetrennt, getrocknet oder geglüht und schließlich gewogen. Aus der Masse der Wägeform ergibt sich über die Stöchiometrie die Menge des gesuchten Stoffs. Wer etwa Sulfat als \(\ce{BaSO4}\) wägt, rechnet über das Verhältnis der molaren Massen auf den Sulfatgehalt der Probe zurück. Hier werden diese Grundlagen auf Bestimmungen übertragen, die in der pharmazeutischen Analytik tatsächlich vorkommen.

Den Anfang machen organische Fällungsreagenzien, die Metallionen als Chelatkomplexe binden und sich über die Reaktionsbedingungen gezielt einsetzen lassen. Danach folgen die klassischen anorganischen Fällungen, mit denen Kationen und Anionen bestimmt werden. Den Abschluss bildet die Sulfatasche. Bei ihr dient die Wägung nicht der Gehaltsbestimmung, sondern der Reinheitsprüfung: Sie erfasst den anorganischen Rückstand, der nach dem Veraschen eines organischen Stoffes zurückbleibt.

Trocknungsverlust und Thermogravimetrie beruhen ebenfalls auf Massenänderungen, arbeiten aber ohne Fällung und werden an anderer Stelle behandelt.

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