Ausschlusschromatographie (SEC)
Die Ausschlusschromatographie trennt gelöste Moleküle nach ihrer Größe in einem porösen Gel und dient in der Pharmazie vor allem dazu, Proteine und Polymere zu charakterisieren.
Bei den meisten chromatographischen Verfahren entscheidet die Wechselwirkung zwischen Analyt und stationärer Phase über die Trennung, sei es Adsorption, Verteilung oder Ionenaustausch. Die Ausschlusschromatographie (SEC, size exclusion chromatography) geht einen anderen Weg. Sie trennt nach der Molekülgröße, genauer nach dem Raum, den ein Molekül in Lösung einnimmt. Je nach Anwendungsgebiet heißt sie auch Gel- oder Größenausschlusschromatographie, mit organischen Laufmitteln oft Gelpermeationschromatographie.
Die Logik der Unterseiten folgt dieser Grundidee. Zuerst geht es darum, warum ein poröses Gel große und kleine Moleküle unterschiedlich lange zurückhält und mit welchen Kenngrößen sich das Elutionsverhalten beschreiben lässt. Darauf baut die Anwendung auf: Wer die Kenngrößen versteht, kann aus dem Elutionsvolumen auf die Molekülmasse schließen und Makromoleküle gezielt voneinander oder von niedermolekularen Begleitstoffen trennen.
Pharmazeutisch begegnet dir die SEC etwa bei der Prüfung von Antikörperpräparaten auf Aggregate oder bei polymeren Hilfsstoffen wie Povidon und Dextranen, deren Molmassenverteilung ihre Eigenschaften bestimmt. Methodisch knüpft sie an die HPLC an, inhaltlich ergänzt sie die Elektrophorese und die Massenspektrometrie, die Molekülgrößen und -massen auf anderem Weg erfassen.
Grundlagen
Wie die Ausschlusschromatographie Moleküle nach ihrer Größe trennt, was Ausschlussvolumen …
Trennprinzip und Kenngrößen der AusschlusschromatographiePharmazeutische Anwendungen
Wie man mit der Ausschlusschromatographie über eine Kalibriergerade Molekülmassen abschätzt …
Molekülmassenbestimmung und Trennung von Makromolekülen