Grundlagen der Arzneiformenlehre
Wie in der Apotheke aus Wirk- und Hilfsstoffen ein sicheres, stabiles und richtig dosiertes Arzneimittel entsteht und woran man seine Qualität erkennt.
Eine Ärztin verordnet eine Creme mit 0,1 % Triamcinolonacetonid. Bevor in der Apotheke etwas abgewogen wird, sind mehrere Fragen zu klären: Ist die Verordnung plausibel, verträgt sich der Wirkstoff mit der Grundlage, wie lange bleibt die Zubereitung haltbar und wie viel Substanz wird tatsächlich gebraucht? Diese Fragen prägen die tägliche Arbeit in Rezeptur und Defektur.
Das Kapitel folgt dem Weg einer solchen Zubereitung. Am Anfang steht der Rahmen aus rechtlichen Vorgaben, Dokumentation, Auswahl der Hilfsstoffe und der Frage, was eine Zubereitung chemisch, physikalisch oder mikrobiell instabil werden lässt. Darauf bauen die einzelnen Arzneiformen auf, geordnet von festen über flüssige bis zu halbfesten Zubereitungen, ergänzt um homöopathische Zubereitungen. Am Ende geht es darum, wie man prüft, ob das fertige Produkt den Anforderungen genügt.
Vieles davon ist angewandte physikalische Chemie. Wie schnell eine Suspension sedimentiert, beschreibt das Stokes-Gesetz. Eine Emulsion bleibt nur stabil, wenn ihre Grenzflächen passend besetzt sind, und Augentropfen müssen osmotisch zur Tränenflüssigkeit passen. Auch Grundoperationen wie Zerkleinern und Mischen sowie die Konservierung aus dem ersten Kapitel tauchen hier in konkreter Anwendung wieder auf.
Der rechtliche und praktische Rahmen, in dem Arzneimittel in der …
Die Darreichungsformen der Rezeptur, von Pulvern über Zäpfchen und Lösungen …
Mit welchen Arzneibuchprüfungen sich die mikrobiologische und die pharmazeutisch-technologische Qualität …