Phytopharmazie

Samenpflanzen (Spermatophyten)

Bau der Samenpflanzen von den Geweben über die Organe bis zur Blüte und Frucht sowie die arzneilich wichtigen Pflanzenfamilien, erkannt an Merkmalen und Leitstoffen.

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Wer eine Fenchelfrucht unter dem Mikroskop erkennen oder eine Pflanze sicher den Lamiaceae zuordnen will, braucht zweierlei: ein Bild davon, wie eine Samenpflanze gebaut ist, und ein Raster, nach dem sich Familien unterscheiden lassen. Beides ist Handwerkszeug für Drogenmikroskopie und Arzneipflanzenkunde, denn offizinelle Drogen sind nichts anderes als Rinden, Rhizome, Blätter, Blüten, Früchte oder Samen bestimmter Arten.

Die Grundidee ist einfach: Gewebe sind die Bausteine, Organe ihre Anordnung. Die Histologie beginnt beim Bildungsgewebe und führt zu den Dauergeweben, vom Parenchym bis zu den Exkretbehältern, in denen viele Wirkstoffe gespeichert werden. Die Morphologie setzt diese Bausteine zum Kormus zusammen, betrachtet Sprossachse und Wurzel jeweils im primären Bau und im sekundären Dickenwachstum und geht dann über das Laubblatt zur Blüte, zur Befruchtung und schließlich zu Samen und Früchten.

Mit diesem Werkzeug werden anschließend die Familien erschlossen, von den Gymnospermen über Magnoliiden und Monokotyle bis zu den Eudikotylen. Jede Familie folgt demselben Steckbrief aus Habitus, Blütenbau, Frucht, Anatomie und Inhaltsstoffen, sodass sich Merkmalskombinationen vergleichen und mit Leitstoffklassen und Drogen verknüpfen lassen. Blütenformeln und Blütendiagramme zu deuten und Pflanzen auf Abbildungen zu erkennen, wird so zur Übungssache. Die Inhaltsstoffe selbst führt die pharmazeutische Biologie weiter.

Histologie

Meristeme: Bildungsgewebe der Samenpflanzen

Wie teilungsfähige Gewebe gebaut sind und welche Dauergewebe Apikal-, Rest …

Meristeme: Bildungsgewebe der Samenpflanzen
Parenchyme als Grundgewebe

Parenchyme sind lebende, dünnwandige Grundgewebe, die je nach Lage Photosynthese …

Parenchyme als Grundgewebe
Epidermis, Haare und Spaltöffnungen

Wie die Epidermis die Pflanze nach außen abschließt, wie sich …

Epidermis, Haare und Spaltöffnungen
Rhizodermis, Wurzelhaare und Exodermis

Die Rhizodermis ist das kurzlebige, dünnwandige Abschlussgewebe der jungen Wurzel …

Rhizodermis, Wurzelhaare und Exodermis
Leitgewebe: Xylem und Phloem

Xylem und Phloem leiten Wasser und Assimilate durch die Pflanze …

Leitgewebe: Xylem und Phloem
Leitbündeltypen und ihr Vorkommen

Wie Xylem und Phloem in Leitbündeln angeordnet sind, woran man …

Leitbündeltypen und ihr Vorkommen
Festigungsgewebe: Kollenchym

Kollenchym ist ein lebendes Festigungsgewebe, dessen unverholzte, stellenweise verdickte Wände …

Festigungsgewebe: Kollenchym
Festigungsgewebe: Sklerenchym, Fasern und Steinzellen

Sklerenchym festigt ausgewachsene Pflanzenteile mit toten, dickwandigen Zellen: Hier geht …

Festigungsgewebe: Sklerenchym, Fasern und Steinzellen
Exkretbehälter: Ölräume, Harzkanäle, Milchröhren

Wie Pflanzen ätherische Öle, Harze und Milchsaft in schizogenen und …

Exkretbehälter: Ölräume, Harzkanäle, Milchröhren
Drüsenhaare und Drüsenschuppen

Drüsenhaare und Drüsenschuppen sind epidermale Trichome, die ätherisches Öl unter …

Drüsenhaare und Drüsenschuppen

Morphologie

Kormus, Sprossverzweigung und Rhizome

Grundorgane des Kormus, Entstehung der Seitensprosse, monopodiale und sympodiale Verzweigung …

Kormus, Sprossverzweigung und Rhizome
Primärer Bau der Sprossachse

Wie Leitbündel, Rinde und Mark im Querschnitt einer jungen Sprossachse …

Primärer Bau der Sprossachse
Sekundäres Dickenwachstum der Sprossachse: Holz und Bast

Wie das Kambium die Sprossachse in die Dicke wachsen lässt …

Sekundäres Dickenwachstum der Sprossachse: Holz und Bast
Periderm als sekundäres Abschlussgewebe

Wie das Phellogen bei verdickten Sprossachsen die Epidermis durch Kork …

Periderm als sekundäres Abschlussgewebe
Rindendrogen: Definition und Gewebe

Was eine Cortex-Droge per Definition umfasst, welche Gewebe in ihr …

Rindendrogen: Definition und Gewebe
Wurzel: Funktionen und Wurzelsysteme

Welche Aufgaben Wurzeln übernehmen, wie man sie vom Spross unterscheidet …

Wurzel: Funktionen und Wurzelsysteme
Primäre Wurzelrinde und Endodermis

Lage und Bau von primärer Rinde und Endodermis der Wurzel …

Primäre Wurzelrinde und Endodermis
Zentralzylinder und Querschnitt der primären Wurzel

Bau von Zentralzylinder, Perizykel und radialem Leitbündel der primären Wurzel …

Zentralzylinder und Querschnitt der primären Wurzel
Sekundäres Dickenwachstum der Wurzel

Wie in der eudikotylen Wurzel ein ringförmiges Kambium entsteht, wo …

Sekundäres Dickenwachstum der Wurzel
Laubblatt: Gliederung, Formen und Metamorphosen

Wie man ein Laubblatt in Unterblatt und Oberblatt gliedert, Fiederungstypen …

Laubblatt: Gliederung, Formen und Metamorphosen
Anatomie des Laubblatts

Wie Mesophyll, Leitbündel und Spaltöffnungen im Laubblatt angeordnet sind und …

Anatomie des Laubblatts
Bau der Blüte: Blütenhülle und Staubblätter

Wie eine Blüte aus Blütenhülle, Staubblättern und Fruchtblättern aufgebaut ist …

Bau der Blüte: Blütenhülle und Staubblätter
Gynoeceum: Fruchtknoten und Plazentation

Wie das Gynoeceum aus Karpellen aufgebaut ist, wo der Fruchtknoten …

Gynoeceum: Fruchtknoten und Plazentation
Blütenformel: Aufbau und Symbole

Wie eine Blütenformel aufgebaut ist und wie man aus ihr …

Blütenformel: Aufbau und Symbole
Blütenformeln und Blütendiagramme deuten

Wie man aus Blütenformeln und Blütendiagrammen Symmetrie, Blütenhülle, Staubblätter und …

Blütenformeln und Blütendiagramme deuten
Blütenstände: racemös und cymös

Wie man racemöse und cymöse Blütenstände, Köpfchen und Pseudanthien an …

Blütenstände: racemös und cymös
Embryosack, Gametophyten und doppelte Befruchtung der Angiospermen

Wie Samenpflanzen als diploide Sporophyten über Meiose stark reduzierte Gametophyten …

Embryosack, Gametophyten und doppelte Befruchtung der Angiospermen
Samen: Nährgewebe und Samenschale

Wie Endosperm, Perisperm und Samenschale entstehen, welche Kernphase sie haben …

Samen: Nährgewebe und Samenschale
Fruchtwand und Schließfrüchte

Wie die Fruchtwand aus Exo-, Meso- und Endokarp aufgebaut ist …

Fruchtwand und Schließfrüchte
Öffnungsfrüchte und Sammelfrüchte

Wie Balg, Hülse, Schote und Kapsel sich nach Zahl der …

Öffnungsfrüchte und Sammelfrüchte

Gymnospermen

Pinaceae (Kieferngewächse)

Die Kieferngewächse sind Nacktsamer mit Nadeln an Lang- und Kurztrieben …

Pinaceae (Kieferngewächse)

Magnoliiden

Lauraceae (Lorbeergewächse)

Die Lorbeergewächse speichern ätherisches Öl in einzelnen Ölzellen und liefern …

Lauraceae (Lorbeergewächse)
Piperaceae (Pfeffergewächse)

Die Pfeffergewächse liefern mit Schwarzem und Langem Pfeffer Scharfstoffdrogen, deren …

Piperaceae (Pfeffergewächse)

Monokotyle

Colchicaceae (Zeitlosengewächse)

Die Zeitlosengewächse mit der Herbstzeitlose als Leitpflanze: Knollengeophyt mit Herbstblüte …

Colchicaceae (Zeitlosengewächse)
Asphodelaceae mit Aloe

Die Asphodelaceae mit der Gattung Aloe: Einordnung als Monokotyle, Blattsukkulenz …

Asphodelaceae mit Aloe
Allioideae (Lauchgewächse)

Bau, Blüte und schwefelhaltige Leitstoffe der Lauchgewächse, dazu Knoblauch, Küchenzwiebel …

Allioideae (Lauchgewächse)
Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Die Ingwergewächse sind tropische Rhizomstauden der Monokotylen, deren Wurzelstöcke ätherisches …

Zingiberaceae (Ingwergewächse)
Poaceae (Süßgräser)

Die Süßgräser mit Halm, Ährchen und Karyopse liefern die Getreide …

Poaceae (Süßgräser)

Eudikotyle

Papaveraceae (Mohngewächse)

Mohngewächse an hinfälligem Kelch, Porenkapsel und Milchsaft erkennen und ihre …

Papaveraceae (Mohngewächse)
Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)

Die Hahnenfußgewächse erkennt man an vielen Staubblättern und freien Fruchtblättern …

Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Fabaceae (Hülsenfrüchtler)

Die Fabaceae mit den Unterfamilien Faboideae und Caesalpinioideae: Erkennungsmerkmale, Schmetterlingsblüte …

Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Rosaceae (Rosengewächse)

Rosengewächse an Blatt, Blüte, Hypanthium und Fruchttypen erkennen und ihre …

Rosaceae (Rosengewächse)
Myrtaceae (Myrtengewächse)

Die Myrtengewächse erkennt man an ledrigen, ölpunktierten Blättern und Staubblattpinseln …

Myrtaceae (Myrtengewächse)
Rutaceae (Rautengewächse)

Die Rautengewächse mit der Gattung Citrus: radiäre fünfzählige Blüten, das …

Rutaceae (Rautengewächse)
Malvaceae (Malvengewächse)

Die Malvengewächse mit Außenkelch, Staubfadenröhre und Spaltfrucht, ihre Schleimdrogen von …

Malvaceae (Malvengewächse)

Rosiden

Brassicaceae (Kreuzblütler)

Die Kreuzblütler erkennt man an vierzähliger Blüte, tetradynamischem Androeceum, Schote …

Brassicaceae (Kreuzblütler)

Caryophyllales

Polygonaceae (Knöterichgewächse)

Die Knöterichgewächse erkennt man an Ochrea, unscheinbarem Perigon und Nussfrüchten …

Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Caryophyllaceae (Nelkengewächse)

Die Nelkengewächse erkennt man an Blattpaaren, gabelig verzweigten Blütenständen, fünf …

Caryophyllaceae (Nelkengewächse)

Asteriden

Ericaceae (Heidekrautgewächse)

Die Heidekrautgewächse sind mykotrophe Zwergsträucher saurer Böden mit verwachsenen Kronen …

Ericaceae (Heidekrautgewächse)
Rubiaceae (Rötegewächse)

Die Rötegewächse erkennt man an gegenständigen Blättern mit Stipeln, sympetalen …

Rubiaceae (Rötegewächse)
Gentianaceae (Enziangewächse)

Die Enziangewächse erkennt man an gegenständigen, ganzrandigen Blättern, contort gedrehter …

Gentianaceae (Enziangewächse)
Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)

Die Hundsgiftgewächse erkennt man an gegenständigen Blättern, Milchsaft und radiären …

Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)
Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Die Nachtschattengewächse erkennt man an der fünfzähligen verwachsenen Blüte, dem …

Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Plantaginaceae (Wegerichgewächse)

Die Plantaginaceae in neuer Umgrenzung: Fingerhut mit Cardenoliden, Spitzwegerich und …

Plantaginaceae (Wegerichgewächse)
Lamiaceae (Lippenblütler)

Woran man Lippenblütler an Stängel, Blüte, Frucht und Drüsenschuppen erkennt …

Lamiaceae (Lippenblütler)
Asteraceae (Korbblütler)

Die Korbblütler erkennt man am Körbchen aus Röhren- und Zungenblüten …

Asteraceae (Korbblütler)
Apiaceae (Doldenblütler)

Die Doldenblütler erkennt man an Doppeldolde, unterständigem Fruchtknoten, Spaltfrucht und …

Apiaceae (Doldenblütler)
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