Genetik

Struktur und Funktionen der verschiedenen RNA-Spezies

Wie sich RNA chemisch von DNA unterscheidet, welche RNA-Spezies es gibt und wie die tRNA als Adapter zwischen Codon und Aminosäure gebaut ist und arbeitet.

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Zwischen der Erbinformation in der DNA und dem fertigen Protein steht die RNA. Chemisch unterscheidet sie sich nur in wenigen Details von der DNA, doch diese Details haben große Folgen: Ein einzelner RNA-Strang kann sich auf sich selbst zurückfalten und dabei sehr unterschiedliche räumliche Strukturen bilden. Deshalb gibt es nicht eine RNA, sondern viele. Manche tragen Information, andere bilden Gerüste, wieder andere katalysieren Reaktionen.

Der Weg führt von den Bausteinen der RNA zu einem Überblick über die einzelnen Spezies, von der mRNA als Botenmolekül über die rRNA und die kleinen regulatorischen RNAs bis zu den Ribozymen. Danach rückt die tRNA in den Mittelpunkt. An ihr lässt sich besonders gut zeigen, wie eine charakteristische Struktur eine genau definierte Aufgabe ermöglicht: Sie übersetzt die Sprache der Nukleinsäuren in die Sprache der Aminosäuren.

Für die Pharmazie ist das unmittelbar greifbar. Viele Antibiotika wie die Aminoglykoside setzen an der bakteriellen rRNA an, und mRNA-Impfstoffe nutzen die RNA selbst als Wirkprinzip. Wie RNA entsteht, prozessiert und abgelesen wird und wie RNA-Interferenz funktioniert, behandeln die benachbarten Unterthemen.

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