Parasitische Würmer¹
Bandwürmer, Fadenwürmer und Saugwürmer als vielzellige Parasiten des Menschen: welche Gattungen dazugehören, wie sie übertragen werden und welche Krankheiten sie auslösen.
Würmer sind keine Mikroorganismen. Viele sind mit bloßem Auge sichtbar, der Rinderbandwurm etwa wird mehrere Meter lang. Dass sie dennoch in der Mikrobiologie stehen, liegt an ihrer Rolle als Krankheitserreger. Wie Bakterien, Pilze und Protozoen leben sie auf Kosten eines Wirts, und nachgewiesen werden sie oft mikroskopisch über Eier oder Larven in Stuhl, Blut oder Gewebe.
Von den Protozoen trennt sie ein grundlegender Unterschied. Protozoen sind Einzeller, Würmer dagegen vielzellige Tiere mit eigenen Organen und häufig verwickelten Entwicklungszyklen, die über einen oder mehrere Zwischenwirte führen können. Medizinisch relevant sind drei Großgruppen: die Bandwürmer, die Fadenwürmer und die Saugwürmer.
Für alle drei Gruppen gilt derselbe rote Faden: Zu welcher Gruppe gehört eine Gattung, auf welchem Weg gelangt sie in den Menschen, und welches Krankheitsbild ruft sie hervor? Wer diese drei Fragen miteinander verknüpft, kann auch Hygienemaßnahmen begründen und versteht, warum bei der Behandlung mit Anthelminthika in der Pharmakologie wieder nach Wurmgruppe unterschieden wird.
Diese Einheit ordnet die humanpathogenen Wurmgattungen Echinococcus, Onchocerca und Trichinella …
Medizinisch relevante Bandwürmer, Fadenwürmer und Saugwürmer