Phytopharmazie
Wie man Arzneipflanzen sicher erkennt und Drogen über System, Bau und Inhaltsstoffe ihren Stammpflanzen und Familien zuordnet.
Wer in der Apotheke eine Kamillenblüte von der Hundskamille unterscheiden oder eine geschnittene Wurzeldroge unter dem Mikroskop identifizieren soll, braucht dreierlei: ein System, in das sich jede Pflanze einordnen lässt, ein Gespür für ihren Bau und das Wissen, welche Inhaltsstoffe typisch für welche Verwandtschaftsgruppe sind. Genau darauf beruhen die Drogenmikroskopie, die Identitätsprüfung nach Arzneibuch und die Abgrenzung von Arznei- und Giftpflanzen.
Das System liefert die Stammesgeschichte der Landpflanzen: Von den Moosen über die Farnpflanzen bis zu den Samenpflanzen wird nachvollziehbar, wie sich Leitgewebe, Samen und Blüte entwickelt haben. Bei den Samenpflanzen folgt das Werkzeug zur Bestimmung, also Gewebe und Organe, die man an Blatt, Wurzel oder Samen wiedererkennt. Die Familien verknüpfen schließlich diese Merkmale mit charakteristischen Leitstoffen. Ergänzend kommen Arznei- und Giftpflanzen aus anderen Gruppen hinzu, etwa Algen, die als Lieferanten von Agar oder Alginaten dienen.
Vieles baut auf Bekanntem auf: Die pflanzliche Zelle und ihre Zellwand stammen aus der Zellbiologie, der Generationswechsel knüpft an die Meiose an, und die Chemie der Sekundärstoffe aus der Biochemie erklärt, warum eine Familie ihre typischen Wirkstoffe bildet.
Wie Moose, Farnpflanzen und Samenpflanzen stammesgeschichtlich zusammenhängen und welche Baupläne …
Bau der Samenpflanzen von den Geweben über die Organe bis …
Arzneipflanzen, Drogen und Giftpflanzen außerhalb der großen Familien aus 5.2.3 …