Zellzyklus (inkl. Interphase, Mitose-Phasen, Cytokinese) und dessen Regulation
Wie eine Zelle ihr Erbgut verdoppelt, es gleichmäßig auf zwei Tochterzellen verteilt und dabei an Kontrollpunkten überwacht wird.
Jede Körperzelle stammt aus einer Teilung. Damit aus einer Zelle zwei vollwertige Tochterzellen werden, muss sie zuerst ihr gesamtes Erbgut verdoppeln und es anschließend exakt auf beide Hälften verteilen. Diese Abfolge wiederholt sich immer wieder als Zellzyklus. Sie ist die Grundlage für Wachstum, Wundheilung und die ständige Erneuerung von Geweben wie dem Darmepithel oder den Blutzellen.
Der rote Faden folgt dem Ablauf selbst. In der Interphase wächst die Zelle und repliziert ihre DNA. In der Mitose trennt der Spindelapparat die Chromosomen, und die Cytokinese teilt schließlich die Zelle. Darüber liegt die Steuerung: An Kontrollpunkten prüft die Zelle, ob sie in die nächste Phase eintreten darf, und Cycline geben den Takt vor. Die molekularen Einzelheiten der DNA-Replikation und die Meiose als Reduktionsteilung der Keimzellen behandeln eigene Unterthemen.
Für die Pharmazie ist der Zellzyklus ein Angriffspunkt. Tumorzellen teilen sich unkontrolliert, und viele Zytostatika setzen genau hier an. Mitosehemmstoffe wie Vinca-Alkaloide oder Taxane stören den Spindelapparat und halten Zellen in der Teilung fest. Wer den normalen Ablauf kennt, versteht auch, warum solche Wirkstoffe schnell teilende gesunde Gewebe wie Haarwurzeln und Knochenmark mit treffen.
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