Mikrobiologie

Parasitische Protozoen

Einzellige eukaryotische Parasiten des Menschen: welche Gattung welche Krankheit auslöst und auf welchem Weg sie übertragen wird.

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Protozoen sind einzellige Eukaryoten. Mit Zellkern, Mitochondrien und einem ausgeprägten Zytoskelett stehen sie menschlichen Zellen näher als jedes Bakterium. Deshalb greifen viele antibakterielle Wirkprinzipien bei ihnen nicht. Von Pilzen unterscheidet sie das Fehlen einer Zellwand aus Chitin, von parasitischen Würmern die Einzelligkeit und von Viren der eigene Stoffwechsel.

Für jede medizinisch relevante Gattung stellen sich dieselben drei Fragen: Wie heißt der Erreger, welche Krankheit verursacht er, und wie gelangt er in den Menschen? Beim Übertragungsweg hilft eine grobe Zweiteilung. Manche Protozoen brauchen ein Insekt als Vektor, so wie Plasmodium die Anopheles-Mücke, die den Malariaerreger beim Stich weitergibt. Andere kommen ohne Vektor aus und werden über verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder direkten Kontakt übertragen. Mit dieser Einteilung lassen sich auch unbekannte Erreger rasch einordnen. Sie erklärt außerdem, warum bei der einen Gruppe Mückenschutz vorbeugt und bei der anderen Trinkwasserhygiene.

Dieses Erregerwissen ist die Grundlage für die Antiprotozoika in der Pharmakologie. Es ist auch die Voraussetzung, um Patienten vor Reisen in tropische Regionen zur Prophylaxe beraten zu können.

Medizinisch relevante Protozoen: Erreger, Krankheiten, Übertragung

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