Mikrobiologie
Bakterien, Pilze, Protozoen, Würmer und Viren als Krankheitserreger und Nutzorganismen, betrachtet von ihrem Bau bis zu den Angriffspunkten für Arzneistoffe.
Mikroorganismen begegnen dir in der Pharmazie in zwei Rollen: als Erreger, gegen die Antiinfektiva wirken sollen, und als Werkzeuge, mit denen man Antibiotika, Steroide oder rekombinante Proteine wie Humaninsulin gewinnt. Wer verstehen will, warum ein Wirkstoff den Erreger trifft und die menschliche Zelle weitgehend schont, muss wissen, wie dieser Erreger gebaut ist.
Die Unterseiten folgen deshalb der Organisationsstufe. Am Anfang stehen die Prokaryoten, deren Zellwand und 70S-Ribosomen sich deutlich von unseren eigenen Strukturen unterscheiden. Mit Pilzen, Protozoen und Würmern werden die Erreger eukaryotisch und uns damit ähnlicher, selektive Ziele wie das Ergosterol der Pilzmembran werden seltener. Am Ende stehen Viren und Prionen, die keinen eigenen Stoffwechsel besitzen; bei Viren bleiben vor allem ihre eigenen Enzyme als Angriffspunkt. Die Frage nach dem Unterschied zum Wirt zieht sich durch alle Gruppen und liefert auch den Hintergrund, um die Entstehung von Resistenzen einzuordnen.
Voraussetzung ist der Vergleich von Pro- und Eukaryotenzelle aus der Zellbiologie. Weiter geht es mit Bakteriengenetik und Gentechnik, die direkt auf diesen Organismen aufbauen, und mit dem Immunsystem, das sich mit denselben Erregern auseinandersetzt.
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