Gastrointestinaltrakt

Gliederung und Wandbau des Magen-Darm-Kanals

Die Abschnitte von Magen und Darm in ihrer Reihenfolge und der Bau einer Dünndarmzotte.

Prüfungsrelevanz: gut zu wissen ✓ gelesen
Das Wichtigste in Kürze5 Punkte
  • Der Magen gliedert sich vom Eingang zum Ausgang in Kardia, Fundus, Corpus, Antrum und Pylorus.
  • Der Ösophagus mündet in der Kardia, dem Mageneingang. Der kuppelförmige Fundus wölbt sich darüber und enthält häufig Luft.
  • Der Pylorus ist der verengte Magenausgang zum Duodenum. Der Musculus sphincter pylori verschließt ihn.
  • Auf den Magen folgen Duodenum, Jejunum, Ileum (Dünndarm), dann Kolon und Rektum.
  • Darmzotten tragen ein einschichtiges Epithel und enthalten Arteriole, Kapillaren, ein zentrales Lymphgefäß und glatte Muskelzellen.

Worum es geht

Magen und Darm sind in klar abgegrenzte Abschnitte gegliedert. Wer sie benennen und in einem Schema zuordnen kann, versteht später leichter, wo Arzneistoffe freigesetzt und resorbiert werden und wo welche Sekrete entstehen.

Magenabschnitte

Den Magen gliedert man vom Eingang zum Ausgang in fünf Abschnitte. Im Längsschnitt erkennst du jeden an seiner Lage.

  • Kardia: Hier mündet der Ösophagus in den Magen. Die Kardia ist also der Mageneingang.
  • Fundus: die kuppelförmige Wölbung oberhalb und links neben der Speiseröhrenmündung. Weil sie im Stehen der höchste Punkt ist, sammelt sich hier häufig Luft.
  • Corpus: der große Mittelteil, der Magenkörper.
  • Antrum: der trichterförmige Vorraum vor dem Ausgang. Er beginnt etwa am Knick der kleinen Kurvatur, der Incisura angularis.
  • Pylorus: die Engstelle am Übergang zum Duodenum, also der Magenausgang.

Am Pylorus verdickt sich die Ringmuskulatur zum Musculus sphincter pylori. Dieser Schließmuskel verschließt den Magenausgang und gibt den Speisebrei portionsweise ins Duodenum ab. Im Schema ist er als Wulst direkt vor dem Duodenum zu sehen.

Längsschnitt des Magens mit Speiseröhre oben, Duodenum unten und farbig abgegrenzten Regionen Kardia, Fundus, Corpus, Antrum und Pylorus

Magen im Längsschnitt: Von der Kardia am Ösophagus über Fundus, Corpus und Antrum zum Pylorus mit seinem Schließmuskel
💡 Merke

Eingang oben ist die Kardia, Ausgang unten der Pylorus. Das Antrum liegt am Ausgangsende, deshalb mündet die Speiseröhre nie in die Antrum-Region.

Die Zellen der Schleimhaut behandelt Zellen der Magenschleimhaut.

Darmabschnitte

Hinter dem Pylorus folgen Duodenum (Zwölffingerdarm), Jejunum (Leerdarm) und Ileum (Krummdarm). Diese drei bilden den Dünndarm. Danach kommt der Dickdarm mit Caecum und Kolon, am Ende das Rektum. Das Duodenum liegt als C-förmige Schleife um den Pankreaskopf.

Schema der Bauchhöhle mit Magen, C-förmigem Duodenum, Dünndarmschlingen aus Jejunum und Ileum und dem umlaufenden Kolon bis zum Rektum

Darmabschnitte in Reihenfolge: Duodenum, Jejunum, Ileum, Kolon, Rektum

Darmzotten

Die Dünndarmschleimhaut bildet fingerförmige Darmzotten. Sie vergrößern die Resorptionsfläche um ein Vielfaches. Man kann sie sich wie die Fasern eines Frotteetuchs vorstellen. Zwischen ihnen öffnen sich die Krypten.

Jede Zotte ist von Epithelzellen überzogen. Es handelt sich um ein einschichtiges hochprismatisches Epithel aus Enterozyten mit Bürstensaum und Becherzellen. Anders als die Haut besitzt die Dünndarmmucosa kein verhorntes Plattenepithel, denn Hornschichten würden die Aufnahme von Nährstoffen verhindern.

Im Inneren läuft eine Arteriole zur Spitze. Sie speist ein dichtes Kapillarnetz, aus dem eine Venole abführt. In der Mitte liegt das zentrale Lymphgefäß. Es nimmt resorbierte Fette auf und leitet sie ins Lymphgefäßsystem. Glatte Muskelzellen in der Zotte verkürzen sie rhythmisch und pumpen so die Lymphe weiter.

Fingerförmige Darmzotte im Längsschnitt mit Epithelschicht außen, rotem Kapillarnetz und zentralem Lymphgefäß in der Mitte sowie glatten Muskelfasern

Bau einer Darmzotte: Epithelüberzug, Blutgefäße, zentrales Lymphgefäß und glatte Muskelzellen

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Aussage 1

Der Musculus sphincter pylori verschließt den Übergang vom Magen in das Duodenum.

Der Schließmuskel liegt am Pylorus, der Engstelle zwischen Magen und Duodenum.

Aussage 2

Die Dünndarmzotten sind von einem mehrschichtigen verhornten Plattenepithel bedeckt.

Die Zotten tragen ein einschichtiges hochprismatisches Epithel aus Enterozyten und Becherzellen. Verhorntes Plattenepithel fehlt der Dünndarmmucosa.

Aussage 3

Die Speiseröhre mündet im Bereich des Antrums in den Magen.

Die Speiseröhre mündet in der Kardia, dem Mageneingang. Das Antrum liegt am Ausgangsende vor dem Pylorus.

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