Genetik

Somatische Rekombination: Antigenrezeptoren, Antikörper

Wie B- und T-Lymphozyten durch Umordnung weniger Gensegmente in ihrer DNA eine nahezu unbegrenzte Vielfalt an Antikörpern und Antigenrezeptoren erzeugen.

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Normalerweise trägt jede Körperzelle dieselbe genetische Information wie die befruchtete Eizelle. Lymphozyten bilden hier eine bemerkenswerte Ausnahme: Während ihrer Reifung schneiden sie Abschnitte aus ihrer eigenen DNA heraus und fügen die verbleibenden Gensegmente neu zusammen. Diese somatische Rekombination ist die Grundlage der adaptiven Immunantwort, denn nur so kann der Organismus Rezeptoren gegen Antigene bereitstellen, denen er nie zuvor begegnet ist, von einem bakteriellen Oberflächenprotein bis zu einem synthetischen Arzneistoffmolekül.

Der Weg dorthin beginnt bei den Begriffen Antigen und Antikörper und der Frage, wo und in welchen Zellen die Umordnung stattfindet. Darauf baut der Ablauf der V(D)J-Rekombination auf, bevor sich zeigt, wie aus einer überschaubaren Zahl von Gensegmenten Millionen verschiedener Rezeptoren entstehen.

Von der meiotischen Rekombination unterscheidet sich dieser Vorgang grundlegend: Dort werden homologe Chromosomen in Keimzellen durchmischt und an die Nachkommen weitergegeben, hier verändert sich das Genom einzelner Körperzellen dauerhaft, ohne vererbt zu werden. Wer das Prinzip verstanden hat, findet einen direkten Zugang zur Immunologie und zu therapeutischen monoklonalen Antikörpern.

Somatische Rekombination der Antigenrezeptorgene

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