Die Lernphase

Bewegung, Pausen und Schlaf

Was Körper und Kopf in der Lernphase brauchen, damit du bis zum vierten Prüfungstag leistungsfähig bleibst.

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Das Examen ist ein Lauf über mehrere Wochen Vorbereitung und vier Prüfungstage. Wer in der Lernphase dauerhaft zu wenig schläft und sich kaum bewegt, ist am vierten Tag nicht mehr so konzentriert wie am ersten. Pausen sind deshalb keine verlorene Zeit, sondern Teil des Lernens.

Schlaf ist Lernzeit

Im Schlaf sortiert das Gehirn, was du tagsüber aufgenommen hast, und festigt es im Langzeitgedächtnis. Eine Nacht mit zu wenig Schlaf verschlechtert am nächsten Tag Konzentration und Merkfähigkeit spürbar.

  • Regelmäßig schlafen: jeden Tag ungefähr zur selben Zeit ins Bett und aufstehen, auch am Wochenende.
  • Rhythmus an die Prüfung anpassen: Spätestens in den letzten zwei Wochen so aufstehen, dass du zur Uhrzeit der Prüfung längst wach und fit bist.
  • Abends runterfahren: die letzte Stunde vor dem Schlafen ohne Lernstoff und möglichst ohne Bildschirm.

Bewegung

Schon ein zügiger Spaziergang von 20 bis 30 Minuten macht den Kopf frei und hilft gegen das Gefühl, den ganzen Tag nur gesessen zu haben. Regelmäßiger Ausdauersport verbessert Schlaf und Stimmung. Du musst dafür nicht trainieren wie vor einem Marathon: Rad statt Bus zur Bibliothek zählt auch.

Gestalte vor allem deine Pausen aktiv. Die Versuchung ist groß, in jeder Lernpause eine Folge zu schauen oder durch Videos zu scrollen. Dann bleibst du aber den ganzen Tag im Sitzen vor einem Bildschirm, und die Konzentration lässt am Nachmittag spürbar nach. Aufstehen, Fenster auf, ein paar Schritte gehen: Danach bist du wacher als nach jeder Serie.

Pausen und freie Zeit

Plane jede Woche mindestens einen halben bis ganzen Tag ohne Lernen ein und nutze ihn für Dinge, die dir guttun. Wer sieben Tage die Woche durchlernt, wird nicht schneller fertig, sondern müder.

Essen und Kaffee

Regelmäßige Mahlzeiten halten die Konzentration stabiler als Zucker im Takt der Lernblöcke. Kaffee hilft, in Maßen. Am Nachmittag besser darauf verzichten, weil Koffein noch Stunden später den Schlaf stören kann.

Wenn der Druck zu groß wird

Etwas Aufregung vor dem Examen ist normal und sogar hilfreich. Wenn Angst oder Erschöpfung aber über Wochen den Alltag bestimmen, du schlecht schläfst oder nicht mehr abschalten kannst, hol dir Unterstützung. Die psychologischen Beratungsstellen der Studierendenwerke sind kostenlos und kennen Prüfungsstress gut.

💡 Merke

Ausgeschlafen kannst du abrufen, was du gelernt hast. Übermüdet geht selbst sicheres Wissen verloren.

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